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CD-ROM erhältlich bei Pit Kinzer


Rom ist überall. Und Europa hat eine gemeinsame Sprache: Latein. Die Römer haben mit ihrer Sprache Latein das Abendland geprägt. Das Lateinische findet sich nicht nur in seinen schönen Töchtern, den romanischen Sprachen Italienisch, Spanisch, Französisch etc., nein, auch die germanischen Sprachen wie Englisch und Deutsch oder auch die slawischen Sprachen haben unendlich viel aus dem Lateinischen übernommen. Dem Sprachinteressierten fällt auf: die Spuren der Römer sind allgegenwärtig in der heutigen Welt, in den heutigen modernen Sprachen. Nicht nur in den angestammten Bereichen, der Wissenschaft und Kultur, sondern auch bei den allerneuesten Wortschöpfungen der Konsumwelt, der Technik, der Mode und der Medien.
  Wer nur einmal seine Antenne geschärft hat für die Wörter, die wir Heutigen gebrauchen und die auch die Römer bereits benutzt haben, der kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dieses Staunen über die Allgegenwart der Römer in der heutigen Welt ist auch der Impuls für dieses Werk. Man steht fasziniert vor den vielerlei Dingen und Produkten der modernen Welt, die den Stempel der Römer tragen, sei es, dass der Name der Sache selbst oder auch ein neu gewählter Produktname an die Römer erinnert. Das Finden und Weitersuchen und Nachforschen und Beziehungen schaffen und Erklärungen suchen und Brücken bauen findet kein Ende. Ja, es wird zur Leidenschaft, zur Passion, wie die Römer sagen. Wer einmal dieses Suchgerät angestellt hat, findet immer neue Schätze. Oft genug auch an völlig unerwarteten Orten, z.B. wenn wir im anscheinend so normalen deutschen Wort »Mauer« oder »Bier«, oder sogar in dialektalen Worten wie »Bub« oder »Föhl« oder »Radi« die Römer entdecken.
  Auch die alten Griechen mischen kräftig mit beim europäischen Sprachenkonzert. Griechisch ist neben Latein die zweite Schlüsselsprache Europas. Aber das Griechische hätte keine Chance gehabt, die zweite Geige zu spielen, wenn die Römer sie nicht so intensiv absorbiert hätten. Die Griechen hatten ja noch vor den Römern ihre bewundernswerte Hochkultur entwickelt, die Römer haben von ihnen gelernt und unzählige Wörter von ihnen übernommen, über Jahrhunderte benutzt und uns übergeben. So ist es berechtigt, auch diese Wörter als römisches Erbe zu bezeichnen. Denn ohne die lateinische Adaption wäre der Schatz der Griechen vielleicht völlig untergegangen.
  Der Mensch versteht seine Gegenwart besser, wenn er seine Vergangenheit kennt. Aus diesem Grunde ist es gut, wenn er sich mit seinen Wurzeln befaßt. Die CD­ROM macht auf lebendige, eindrucksvolle und sinnfällige Weise deutlich, wie oft wir der Sprache der Römer im Alltag begegnen, und wie sehr wir selber darin gehen, oft ohne es zu merken: in römischen Spuren!
(Auszug aus dem Einführungstext von Dr. Peter Heigl)


Pit Kinzers CD-ROM-Projekt "Rom ist überall - Latein im Alltag" bietet auf der CD über 3500 Wörter lateinischen Ursprungs aus dem Alltag, aus dem täglichen Gebrauch (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Natürlich ist der Alltag eines Bauarbeiters ein anderer als der einer Ärztin, unterscheidet sich der eines Gärtners von dem einer Stewardess. So wurden nur solche Wörter aufgenommen, die nicht zu speziell sind, keine medizinischen Fachbegriffe, keine lateinischen Pflanzennamen, kein Kirchenlatein, nur allgemeine Begriffe aus allen Sparten.
  3500 Wörter, alphabetisch aufgelistet und unterteilt in einer eigens entwickelten Abfragemaske. Drücken Sie auf ein Wort, erscheint das lateinische Ursprungswort mit Bezugswörtern und Übersetzungen (gegebenenfalls mit erläuternden Bemerkungen) und einem Hinweis, ob es in der Bildabteilung vorkommt.
  Denn »verba docent, exempla trahunt« - Wörter belehren, Beispiele reißen mit, oder auch ein Bild sagt mehr als tausend Worte - über 1500 Wörter wurden visualisiert, ausgewählt aus Zeitungen und Zeitschriften, aus Büchern und Lexikas, vor allem Schlagzeilen, Slogans und Werbeanzeigen (so ganz nebenbei ergibt die Bildersammlung auch einen Überblick über die Werbeästhetik der Printmedien zur Jahrtausendwende). Sie können sich diese Bilder einfach nur ansehen, oder sich auf die Suche begeben nach dem lateinischen Begriff, auf ihn klicken und die Übersetzung erscheint. Oft sind es mehrere Begriffe und für alle gilt: unter der Rubrik »Wort« findet sich in der Regel mehr Information als auf den Bildseiten, es sei denn, das Bild ist die Erklärung. Und wenn Sie nicht weiterwissen: Klicken Sie auf das Fragezeichen auf beinahe jeder Seite.
  Es gibt auch einen anderen Zugang zu den Wörtern: klicken Sie auf die Schaltfläche »Straße«. Dort können Sie spazieren gehen, und wenn Sie einen Schriftzug auf einem Geschäft sehen, einen Wegweiser, einen auffallenden Vogel und ähnliches, klicken Sie drauf. Sie kommen in einzelne Themenbereiche, in denen die Wörter zusammengefasst werden, die zu dem jeweiligen Thema passen. Probieren Sie es aus, gehen Sie auf die Suche, lassen Sie sich überraschen. Sie werden sehen: Rom ist überall.